Lesung mit Vera Friedländer am 12.3.2019 im „Hotel Silber“

13. Februar 2019

Die VVN-BdA Stuttgart veranstaltet zusammen mit der Initiative Gedenkort Hotel Silber und der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg eine Lesung mit Gespräch  der ehemaligen Zwangsarbeiterin Vera Friedländer. Die heute 91 jährige mußte in einer Fabrik, die für die Schuhfirma Salamander produziert hat Zwangsarbeit verrichten.

Nach der Befreiung vom Faschismus studierte sie an der Humboldt Universität in Ostberlin Germanistik. nach der Promotion arbeitete sie als Verlagslektorin. 1975 zog sie zusammen mit ihrem Mann nach Warschau. An der Universität von Warschau lehrte sie. 1982 erhielt sie den Jacob und Wilhelm Grimm Preis. Zwischen 1982 und 1986 hatte sie eine Professur für Germanistik an der Humboldt Universität inne.

 

Bild Lothar Eberhardt (Berlin)

 

 

1990 war sie Mitgründerin des Jüdischen Kulturvereins Berlin. Mit Unterstützung des Vereins gründete sie eine Sprachschule für jüdische Einwanderer aus Osteuropa. Die Schule trägt bis heute ihren Namen.

Sie arbeitet in der Berliner Stolpersteinintiative mit und engagiert sich für die Erinnerung an Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen.

Sie hat zahlreiche Bücher geschrieben, darunter eine Biographie  „Man kann nicht eine halbe Jüdin sein“ und „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“.