Rundbrief Dezember 2018

4. Dezember 2018

Rundbrief der VVN-BdA Stuttgart Dezember 2018

 

 

Stuttgart 4.12.2018

 

Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Freunde  der VVN-BdA Stuttgart,

Der Kreisvorstand  will Euch (Sie) in Zukunft wieder regelmäßiger über die Arbeit der Kreisvereinigung Stuttgart und anstehende Termine informieren.

Gestern (3.12.) ist der Gedenkort Hotel Silber mit einem Festakt eröffnet worden.

Der Kampf um den Erhalt des Hauses und die Errichtung eines Gedenkortes hat über 50 Jahre gedauert. Immer wieder hat die VVN-BdA Baden-Württemberg und die Kreisvereinigung gefordert, dass in der ehemaligen Gestapo Zentrale von Württemberg an die Opfer des Faschismus erinnert werden soll.

Als vor zehn Jahren die Pläne des Hauses Breuninger bekannt wurden eine neues Einkaufszentrum zu bauen und dafür das ganze Viertel mit dem Hotel Silber abzureißen hat sich die Zivilgesellschaft Stuttgarts zusammengeschlossen um gegen diese Pläne zu kämpfen. Die VVN-BdA Stuttgart war von Anfang an Teil dieser Initiative und hat sich in den letzten zehn Jahren in die Auseinandersetzung eingebracht. Wir werden auch in Zukunft in der Initiative mitarbeiten und die Räume des Hotel Silbers für Veranstaltungen nutzen.

Wir danken allen, die mit uns zusammen für den Gedenkort Hotel Silber gekämpft haben. Unser langer Atem hat sich gelohnt.

 

In den nächsten Tagen vor Weihnachten stehen aus antifaschistischer Sicht noch einige Termine an.

  • 12. 16 Uhr Kundgebung vor dem Landesamt für Verfassungsschutz in Bad Cannstatt in der Taubenheimer Straße (U !“ und U 3 Haltestelle Uff-Kirchhof)

Die Landesvereinigung der VVN-BdA ruft zu einer Kundgebung am 5.12. vor dem Landesamt für Verfassungsschutz auf. Wir fordern die Auflösung des Amtes. Auch in Baden-Württemberg ist die Verstrickung des Verfassungsschutzes mit rechten Gruppen offensichtlich.

 

 

 

  • 12. 19 Uhr Vortrag mit Lucius Teildelbaum „Braunzone Bundeswehr“ im Globalen Klassenzimmer, über dem Weltcafe am Charlottenplatz

Am 6.12. findet der Vortrag „Braunzone Bundeswehr“ mit dem Publizisten Lucius Teildelbaum statt. Die Veranstaltung wird von Stuttgarter Friedensgruppen organisiert. Nach den Enthüllungen einer rechten Verschwörung, bei der auch Mitglieder der Bundeswehr und des KSK beteiligt sind, ist es wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

 

  • Am 6.12. Vortrag „Rechtsruck in der Gesellschaft: neue Qualität der Entwicklungen“ mit Janka Kluge (VVN-BdA Stuttgart) im Treff der SÖS, Arndtstrasse 29, Stuttgart West

In der Ankündigung heißt es:

„In dem Vortrag mit anschließender Diskussion, zu dem wir Sie herzlich einladen, wird es neben der Betrachtung der aktuellen Situation um Fragen gehen, wie demokratische Gesellschaftsschichten unterstützt werden können, die sich dem Rechtsruck entgegensetzen. Es werden Strategien der Vernetzung und Diskussion behandelt, um der eigenen Ohnmacht ein Instrumentarium entgegenzusetzen. Ziel ist es, Hetzern und falschen Propheten völkischen Denkens durch breite gesellschaftliche Mobilisierung das Wasser abzugraben“

 

  • Am 6.12. Solidaritätskonzert mit Strom und Wasser und Mitgliedern von Ton Steine Scherben im Theaterhaus für Jugendhäuser und Soziokulturelle Zentren in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

Heinz Ratz, Sänger und Macher der Band „Strom und Wasser“ ist seit vielen Jahren aktiv im Kampf gegen Rechts und für Geflüchtete.

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

sicherlich teilen wir die Sorge um unseren demokratischen Rechtsstaat, um Stabilität und Demokratie. Es ist vermutlich zu früh für panische Reaktionen – aber es ist sicher auch an der Zeit, demokratische Strukturen und Ansichten zu fördern, gerade dort, wo sie sich bereits in der Defensive befinden. Die Ereignisse in Chemnitz und anderen Städten machen das deutlich.

 

Gemeinsam mit Konstantin Wecker habe ich aus diesem Grund das Büro für Offensivkultur gegründet – und am 06.12.2018 werde ich damit gemeinsam mit Ton Steine Scherben in Stuttgart im Theaterhaus damit auftreten.

Ziel ist, bis zum 31.12.2019 in 100 Konzerten in 100 Städten insgesamt eine Million Euro für Soziokulturelle Zentren und selbstverwaltete Jugendhäuser in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zu sammeln, die aufgrund von rechtspopulistischen Mehrheiten in Kommunalparlamenten von der Schließung bedroht sind.

 

Aktueller Spendenstand: 25.000€  

Entsprechende Informationen habe ich Ihnen beigefügt.

 

Ich möchte Sie und Ihre Mitarbeiter herzlich einladen, das Konzert zu besuchen. Der Eintritt ist günstig (dient nur der Kostendeckung), wer darüber hinaus spenden möchte, wird natürlich nicht aufgehalten. Viele Unternehmen, Banken, Gewerkschaften etc. wurden bereits angeschrieben und um eine Spende angefragt. Wenn Sie noch eine Idee haben, wer diesem Thema gegenüber aufgeschlossen ist – ich bin für jeden Tipp dankbar.

 

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zum Projekt: http://offensivbuero.de/

 

Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, das alles durchzulesen.

 

Herzliche Grüße,

Heinz Ratz“

 

  • 12. 19.30 Film „Wo der Himmel aufgeht“ ein Film über Esther Bejaranos Konzertreise nach Kuba im Waldheim Gaisburg.

Das Waldheim zeigt in Zusammenarbeit mit der VVN-BdA Stuttgart den Film. Esther Bejarano ist eine der wenigen noch lebenden Überlebenden der Shoa. Die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA tritt unermüdlich bei Kundgebungen und Demonstrationen gegen Rechts auf. Zusammen mit der Gruppe Microfone Mafia ist sie Gast auf vielen Bühnen des Landes und berichtet aus ihrem Leben.

 

  • 12. 13 Uhr Kundgebung der AfD „Migrationspakt stoppen“

Die AfD mobilisiert für Samstag den 8.12. zu einer Kundgebung in die Stuttgarter Innenstadt. Verschiedene antifaschistische Gruppen, darunter auch die Kreisvereinigung Stuttgart der VVN-BdA rufen zu Gegenprotesten auf.

 

  • 12. Offizielle Eröffnung des Gedenkorts Hotel Silber

Den ganzen Tag über  findet die Eröffnungsfeier für das Hotel Silber statt.

 

  • 12. Landesweite Demonstration „Für eine Welt, in der niemand fliehen muss“ 13 Uhr Lautenschlagerstrasse

Die VVN-BdA Stuttgart ruft zu der Teilnahme an der antirassistischen Demonstration auf. Es ist notwendig und wichtig, dass wir unsere Solidarität mit geflüchteten Menschen zum Ausdruck bringen. Seenotrettung wird immer noch kriminalisiert und Geflüchtete in Lagern, sogenannte Ankerzentren interniert. Die Situation für Geflüchtete auf vielen griechischen Inseln, wie Lesbos ist oft menschenunwürdig.  Zeigen wir auf der Straße, dass wir die Zustände nicht so hinnehmen.

 

 

  • 12. 18.30 – 19.30 Kundgebung gegen das Militärkonzert in der Leonhardskirche Nachdem das Militärkonzert in den letzten Jahren in Bad Cannstatt stattgefunden hat wird es jetzt in der Stuttgarter Innenstadt statt.

Verschiedene Friedenspolitische Gruppen und die VVN-BdA Stuttgart rufen zu der Kundgebung gegen das Militärkonzert in der Stuttgarter Leonhardskirche auf.

 

Der Kreisvorstand der VVN-BdA Stuttgart wünscht allen einen ruhigen Jahreswechsel.