VVN-BdA verliert Gemeinnützigkeit

22. November 2019

Presseerklärung zu dem Entzug der Gemeinnützigkeit

 

Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!
Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin
der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die
Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst
Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr
fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und
auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit
ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht.
Das Finanzamt Berlin handelt damit anders, als das Finanzamt
Oberhausen-Süd, das der Landesvereinigung NRW die Gemeinnützigkeit am
22. Oktober gewährt hat. In beiden Fällen war derselbe Vorwurf erhoben
worden. Er besteht darin, dass die Landesvereinigung Bayern der VVN-BdA
im bayrischen Verfassungsschutzbericht wiederholt als linksextremistisch
beeinflusst dargestellt wird. Während das Finanzamt Oberhausen-Süd der
Widerrede der VVN-BdA im Anhörungsverfahren entsprach, beharrt das
Berliner darauf, dass „der volle Beweis des Gegenteils, als Widerlegung
der Vermutung als extremistische Organisation“ nicht erbracht worden sei.
Das bedeutet, dass die Bewertung durch eine nachgeordnete bayrische
Landesbehörde, die laut bayrischem Gerichtshof keine Tatsachenbehauptung
darstellt, demnach über das Schicksal einer bundesweit arbeitenden
zivilgesellschaftlichen Organisation entscheiden dürfen soll.

Von Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse 1947 gegründet,
ist die VVN-BdA seitdem die größte, älteste, überparteiliche und
überkonfessionelle Organisation von Antifaschistinnen und Antifaschisten
Deutschlands. Sie vertritt die Interessen von Verfolgten und
Widerstandskämpfern, sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und
Völkerverständigung ein und hat gegen große gesellschaftliche
Widerstände wesentlich dafür gesorgt, dass die Verbrechen des
Nazi-Regimes nicht in Vergessenheit geraten sind, u.a. durch den Einsatz
für die Errichtung von Gedenkstätten und Erinnerungsorten und vielfache
Zeitzeugenarbeit. Sie informiert über aktuelle neofaschistische Umtriebe
und organisiert den Widerstand in breiten Bündnissen.

Wir sind entsetzt und empört darüber, dass sich das Berliner Finanzamt
die haltlosen Unterstellungen der bayrischen Behörde ungeprüft zu eigen
macht. Damit behindert es genau das zivilgesellschaftliche Engagement,
das von Regierung und Parteien angesichts schrecklicher
rechtsterroristischer Verbrechen allenthalben eingefordert wird.

Wir fordern die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für unsere Organisation!
Wir fordern praktische Unterstützung für alle zivilgesellschaftlichen
Gruppen und Organisationen, die die Grundwerte des Grundgesetzes gegen
rassistische, antisemitische, nationalistische und neofaschistische
Angriffe verteidigen!

Cornelia Kerth, Dr. Axel Holz
Bundesvorsitzende

22.11.19

Gedenkfeier zur Erinnerung an Lilo Herrmann am 20.6.2019.

14. Juni 2019

Gedenkfeier für Lilo Herrmann am 20.6.2019 am Gedenkstein für die Stuttgarter Widerstandskämpferin an der Uni Stuttgart.

Beginn 17 Uhr.

 

Vor 81 Jahren wurde die Stuttgarter Antifaschistin und Kommunistin Lilo Herrmann hingerichtet.

Als das „Volksgericht“ vom 8. bis 12. Juni 1937 in Stuttgart tagte, wurde auch gegen Lilo Herrmann und vier weitere Mitangeklagte verhandelt. In der Anklageschrift heiß es: „Zum Zweck der sogenannten Antikriegspropaganda verwendet die KPD in ihrer internationalen Hetzpresse ganz planmäßig geheime, den Stand der Rüstung aufzeigende Nachrichten aus deutschen Rüstungsbetrieben und küpft hieran die Behauptung, die Reichsregierung bereite einen Angriffskrieg vor.“ Am 12. Juni wurde das Urteil verkündet. Vier Mitglieder der Gruppe wurden zum Tod, einer zu 12 Jahren Zuchthaus, verurteilt.

Lilo Herrmann mit ihrem Sohn

Gleich nach der Verhaftung von Lilo Herrmann am 7. Dezember 1935 entwickelte sich eine internationale Solidaritätsbewegung mit ihr. In mehreren Ländern, darunter in Belgien, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz, entstanden Komitees, die die drohende Hinrichtung verhindern wollten. Im Mittelpunkt stand dabei, dass zum ersten Mal eine junge Mutter zum Tod verurteilt wurde.

Trotz der internationalen Proteste wurde Lilo Herrmann am 20.6.1938 hingerichtet.

Wir erinnern an die mutige Frau, die trotz Folter niemanden verraten hat und bis zu ihrem Tod davon überzeugt war, dass der Faschismus besiegt wird und danach eine bessere Welt entsteht.

Erinnerung an den Stuttgarter Antifaschisten Alfred Hausser

24. Mai 2019

„Nur wer sich aufgibt ist verloren“

Ausstellung und Retro-Filmpremiere über Alfred Hausser:

Mittwoch, 29. Mai 2019
19 Uhr
Hotel Silber, Foyer ,
Eintritt: 4 €

 

Das Filmporträt des Stuttgarter Verfolgten des Nazi-Regimes, Alfred Hausser, aus dem Jahr 1996 wird in einer neu bearbeiteten, digitalisierten Fassung gezeigt. Das Wiedersehen mit Alfred Hausser im Film wird gerahmt von Gesprächen mit dem Filmemacher Jürgen Weber aus Konstanz und Janka Kluge, Geschäftsführerin VVN -BDA. Moderiert wird der Abend von Friederike Hartl Stadtjugendring Stuttgart und Elke Banabak, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.

Alfred Hausser, (27.08.1912 bis 12.08.2003) wurde als Sohn einer Arbeiterfamilie in Stuttgart geboren. Ab 1930 wurde er Mitglied des kommunistischen Jugendverbandes. 1934 wurde er als 22-Jähriger von den Nazis verhaftet und wegen der Verteilung von Flugblättern gegen das Hitlerregime als Hochverräter vor dem Volksgerichtshof in Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Nach der Befreiung durch die Amerikaner kehrte er nach Stuttgart zurück und gründete hier mit anderen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN). Von 1961 bis 1992 war er Landesvorsitzender der VVN.

Von Mittwoch, 29.5. bis Dienstag 4.6.wird im Hotel Silber außerdem eine von der VVN erarbeitete Wanderausstellung über das Leben von Alfred Hausser im Seminarraum 2 im EG zu sehen sein.

Veranstalter: Initiative Lern und Gedenkort Hotel Silber e.V. in Kooperation mit dem Stadtjugendring Stuttgart, dem Haus der Geschichte Baden Württemberg und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschisten Stuttgart.

Bericht über die Reise der Naturfreunde in den Senegal

7. Mai 2019

Elisabeth Mathes berichtet am 16.5.2019 bei den VVN Senioren Stuttgart über die Reise der Naturfreunde im Januar 2018 in den Senegal.

Beginn ist um 14 Uhr 30 im Clara-Zetkin-Haus, Gorch-Fock Strasse 28, Stuttgart Sillenbuch

 

 

Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm wurde im Januar 2018 die erste afrikanische Landschaft des Jahres der Naturfreunde Internationale im Senegal / Gambia (Westafrika) eröffnet.

Elisabeth Mathes gibt einen Bericht mit Bildern von dieser Reise zur Entwicklung von nachhaltigem, grenzüberschreitendem Tourismus, die von der Naturfreunde Internationale (NFI) mit Partnern aus der Region organisiert wurde.

Das Pilotprojekt zeigt, wie internationale Solidarität anhand konkreter Aktivitäten in der Region gelebt und nachhaltig verankert werden kann.

Elisabeth Mathes, Naturfreundin, war Teilnehmerin dieser Reise.

Kundgebung am 8.Mai (Tag der Befreiung) am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus

6. Mai 2019

Kundgebung 8. Mai 17 – 18 Uhr, am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, am Karlsplatz, Stuttgart

 

Die VVN-BdA Stuttgart führt zusammen mit Kultur des Friedens eine Kundgebung zum Tag der Befreiung durch. Wir erinnern jedes Jahr am 8. Mai an die Verbrechen der faschistischen Diktatur.

Millionen Ermordete Menschen mahnen „Niemals wieder“.

Der Schwur von Buchenwald, den überlebende Häftlinge aus vielen Ländern, gemeinsam auf dem Apellplatz geleistet haben, gilt für uns noch immer.

 

 

Der Schwur von Buchenwald

Kameraden!

Wir Buchenwalder Antifaschisten sind heute angetreten zu Ehren der in Buchenwald und seinen Außenkommandos von der Nazibestie und ihrer Helfershelfer ermordeten 51 000 Gefangenen!

51 000 erschossen, gehenkt, zertrampelt, erschlagen, erstickt, ersäuft, verhungert, vergiftet, abgespritzt,

51 000 Väter, Brüder, Söhne starben einen qualvollen Tod, weil sie Kämpfer gegen das faschistische Mordregime waren,

51 000 Mütter und Frauen und Hunderttausende Kinder klagen an:

Wir lebend gebliebenen, wir Zeugen der nazistischen Bestialitäten sahen in ohnmächtiger Wut unsere Kameraden fallen. Wenn uns eines am Leben hielt, dann war es der Gedanke:

Es kommt der Tag der Rache!

Heute sind wir frei!

Wir danken den verbündeten Armeen der Amerikaner, Engländer, Sowjets und allen Freiheitsarmeen, die uns und der gesamten Welt Frieden und das Leben erkämpfen. Wir gedenken an dieser Stelle des großen Freundes der Antifaschisten aller Länder, eines Organisatoren und Initiators des Kampfes um eine neue demokratische, friedsame Welt F. D. Roosevelt. Ehre seinem Andenken!

Wir Buchenwalder, Russen, Franzosen, Polen, Tschechen, Slowaken und Deutsche, Spanier, Italiener und Österreicher, Belgier und Holländer, Engländer, Luxemburger, Rumänen, Jugoslawen und Ungarn, kämpften gemeinsam gegen die SS, gegen die nazistischen Verbrecher, für unsere eigene Befreiung.

Uns beseelte die Idee: Unsere Sache ist gerecht – Der Sieg muß unser sein!

Wir führten in vielen Sprachen den gleichen, harten, erbarmungslosen, opferreichen Kampf, und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Noch wehen Hitlerfahnen! Noch leben die Mörder unserer Kameraden! Noch laufen unsere sadistischen Peiniger frei herum! Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens:

Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neue Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.

Zum Zeichen Eurer Bereitschaft für diesen Kampf erhebt die Hand zum Schwur und sprecht mir nach:

W I R S C H W Ö R E N !

* Ansprache in französischer, russischer, polnischer, englischer und deutscher Sprache auf der Trauerkundgebung des Lagers Buchenwald am 19. April 1945.

Lesung mit Vera Friedländer am 12.3.2019 im „Hotel Silber“

13. Februar 2019

Die VVN-BdA Stuttgart veranstaltet zusammen mit der Initiative Gedenkort Hotel Silber und der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg eine Lesung mit Gespräch  der ehemaligen Zwangsarbeiterin Vera Friedländer. Die heute 91 jährige mußte in einer Fabrik, die für die Schuhfirma Salamander produziert hat Zwangsarbeit verrichten.

Nach der Befreiung vom Faschismus studierte sie an der Humboldt Universität in Ostberlin Germanistik. nach der Promotion arbeitete sie als Verlagslektorin. 1975 zog sie zusammen mit ihrem Mann nach Warschau. An der Universität von Warschau lehrte sie. 1982 erhielt sie den Jacob und Wilhelm Grimm Preis. Zwischen 1982 und 1986 hatte sie eine Professur für Germanistik an der Humboldt Universität inne.

 

Bild Lothar Eberhardt (Berlin)

 

 

1990 war sie Mitgründerin des Jüdischen Kulturvereins Berlin. Mit Unterstützung des Vereins gründete sie eine Sprachschule für jüdische Einwanderer aus Osteuropa. Die Schule trägt bis heute ihren Namen.

Sie arbeitet in der Berliner Stolpersteinintiative mit und engagiert sich für die Erinnerung an Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen.

Sie hat zahlreiche Bücher geschrieben, darunter eine Biographie  „Man kann nicht eine halbe Jüdin sein“ und „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“.

 

 

 

 

Rundbrief Dezember 2018

4. Dezember 2018

Rundbrief der VVN-BdA Stuttgart Dezember 2018

 

 

Stuttgart 4.12.2018

 

Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Freunde  der VVN-BdA Stuttgart,

Der Kreisvorstand  will Euch (Sie) in Zukunft wieder regelmäßiger über die Arbeit der Kreisvereinigung Stuttgart und anstehende Termine informieren.

Gestern (3.12.) ist der Gedenkort Hotel Silber mit einem Festakt eröffnet worden.

Der Kampf um den Erhalt des Hauses und die Errichtung eines Gedenkortes hat über 50 Jahre gedauert. Immer wieder hat die VVN-BdA Baden-Württemberg und die Kreisvereinigung gefordert, dass in der ehemaligen Gestapo Zentrale von Württemberg an die Opfer des Faschismus erinnert werden soll.

Als vor zehn Jahren die Pläne des Hauses Breuninger bekannt wurden eine neues Einkaufszentrum zu bauen und dafür das ganze Viertel mit dem Hotel Silber abzureißen hat sich die Zivilgesellschaft Stuttgarts zusammengeschlossen um gegen diese Pläne zu kämpfen. Die VVN-BdA Stuttgart war von Anfang an Teil dieser Initiative und hat sich in den letzten zehn Jahren in die Auseinandersetzung eingebracht. Wir werden auch in Zukunft in der Initiative mitarbeiten und die Räume des Hotel Silbers für Veranstaltungen nutzen.

Wir danken allen, die mit uns zusammen für den Gedenkort Hotel Silber gekämpft haben. Unser langer Atem hat sich gelohnt.

 

In den nächsten Tagen vor Weihnachten stehen aus antifaschistischer Sicht noch einige Termine an.

  • 12. 16 Uhr Kundgebung vor dem Landesamt für Verfassungsschutz in Bad Cannstatt in der Taubenheimer Straße (U !“ und U 3 Haltestelle Uff-Kirchhof)

Die Landesvereinigung der VVN-BdA ruft zu einer Kundgebung am 5.12. vor dem Landesamt für Verfassungsschutz auf. Wir fordern die Auflösung des Amtes. Auch in Baden-Württemberg ist die Verstrickung des Verfassungsschutzes mit rechten Gruppen offensichtlich.

 

 

 

  • 12. 19 Uhr Vortrag mit Lucius Teildelbaum „Braunzone Bundeswehr“ im Globalen Klassenzimmer, über dem Weltcafe am Charlottenplatz

Am 6.12. findet der Vortrag „Braunzone Bundeswehr“ mit dem Publizisten Lucius Teildelbaum statt. Die Veranstaltung wird von Stuttgarter Friedensgruppen organisiert. Nach den Enthüllungen einer rechten Verschwörung, bei der auch Mitglieder der Bundeswehr und des KSK beteiligt sind, ist es wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

 

  • Am 6.12. Vortrag „Rechtsruck in der Gesellschaft: neue Qualität der Entwicklungen“ mit Janka Kluge (VVN-BdA Stuttgart) im Treff der SÖS, Arndtstrasse 29, Stuttgart West

In der Ankündigung heißt es:

„In dem Vortrag mit anschließender Diskussion, zu dem wir Sie herzlich einladen, wird es neben der Betrachtung der aktuellen Situation um Fragen gehen, wie demokratische Gesellschaftsschichten unterstützt werden können, die sich dem Rechtsruck entgegensetzen. Es werden Strategien der Vernetzung und Diskussion behandelt, um der eigenen Ohnmacht ein Instrumentarium entgegenzusetzen. Ziel ist es, Hetzern und falschen Propheten völkischen Denkens durch breite gesellschaftliche Mobilisierung das Wasser abzugraben“

 

  • Am 6.12. Solidaritätskonzert mit Strom und Wasser und Mitgliedern von Ton Steine Scherben im Theaterhaus für Jugendhäuser und Soziokulturelle Zentren in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

Heinz Ratz, Sänger und Macher der Band „Strom und Wasser“ ist seit vielen Jahren aktiv im Kampf gegen Rechts und für Geflüchtete.

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

sicherlich teilen wir die Sorge um unseren demokratischen Rechtsstaat, um Stabilität und Demokratie. Es ist vermutlich zu früh für panische Reaktionen – aber es ist sicher auch an der Zeit, demokratische Strukturen und Ansichten zu fördern, gerade dort, wo sie sich bereits in der Defensive befinden. Die Ereignisse in Chemnitz und anderen Städten machen das deutlich.

 

Gemeinsam mit Konstantin Wecker habe ich aus diesem Grund das Büro für Offensivkultur gegründet – und am 06.12.2018 werde ich damit gemeinsam mit Ton Steine Scherben in Stuttgart im Theaterhaus damit auftreten.

Ziel ist, bis zum 31.12.2019 in 100 Konzerten in 100 Städten insgesamt eine Million Euro für Soziokulturelle Zentren und selbstverwaltete Jugendhäuser in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zu sammeln, die aufgrund von rechtspopulistischen Mehrheiten in Kommunalparlamenten von der Schließung bedroht sind.

 

Aktueller Spendenstand: 25.000€  

Entsprechende Informationen habe ich Ihnen beigefügt.

 

Ich möchte Sie und Ihre Mitarbeiter herzlich einladen, das Konzert zu besuchen. Der Eintritt ist günstig (dient nur der Kostendeckung), wer darüber hinaus spenden möchte, wird natürlich nicht aufgehalten. Viele Unternehmen, Banken, Gewerkschaften etc. wurden bereits angeschrieben und um eine Spende angefragt. Wenn Sie noch eine Idee haben, wer diesem Thema gegenüber aufgeschlossen ist – ich bin für jeden Tipp dankbar.

 

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zum Projekt: http://offensivbuero.de/

 

Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, das alles durchzulesen.

 

Herzliche Grüße,

Heinz Ratz“

 

  • 12. 19.30 Film „Wo der Himmel aufgeht“ ein Film über Esther Bejaranos Konzertreise nach Kuba im Waldheim Gaisburg.

Das Waldheim zeigt in Zusammenarbeit mit der VVN-BdA Stuttgart den Film. Esther Bejarano ist eine der wenigen noch lebenden Überlebenden der Shoa. Die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA tritt unermüdlich bei Kundgebungen und Demonstrationen gegen Rechts auf. Zusammen mit der Gruppe Microfone Mafia ist sie Gast auf vielen Bühnen des Landes und berichtet aus ihrem Leben.

 

  • 12. 13 Uhr Kundgebung der AfD „Migrationspakt stoppen“

Die AfD mobilisiert für Samstag den 8.12. zu einer Kundgebung in die Stuttgarter Innenstadt. Verschiedene antifaschistische Gruppen, darunter auch die Kreisvereinigung Stuttgart der VVN-BdA rufen zu Gegenprotesten auf.

 

  • 12. Offizielle Eröffnung des Gedenkorts Hotel Silber

Den ganzen Tag über  findet die Eröffnungsfeier für das Hotel Silber statt.

 

  • 12. Landesweite Demonstration „Für eine Welt, in der niemand fliehen muss“ 13 Uhr Lautenschlagerstrasse

Die VVN-BdA Stuttgart ruft zu der Teilnahme an der antirassistischen Demonstration auf. Es ist notwendig und wichtig, dass wir unsere Solidarität mit geflüchteten Menschen zum Ausdruck bringen. Seenotrettung wird immer noch kriminalisiert und Geflüchtete in Lagern, sogenannte Ankerzentren interniert. Die Situation für Geflüchtete auf vielen griechischen Inseln, wie Lesbos ist oft menschenunwürdig.  Zeigen wir auf der Straße, dass wir die Zustände nicht so hinnehmen.

 

 

  • 12. 18.30 – 19.30 Kundgebung gegen das Militärkonzert in der Leonhardskirche Nachdem das Militärkonzert in den letzten Jahren in Bad Cannstatt stattgefunden hat wird es jetzt in der Stuttgarter Innenstadt statt.

Verschiedene Friedenspolitische Gruppen und die VVN-BdA Stuttgart rufen zu der Kundgebung gegen das Militärkonzert in der Stuttgarter Leonhardskirche auf.

 

Der Kreisvorstand der VVN-BdA Stuttgart wünscht allen einen ruhigen Jahreswechsel.

 

Proteste gegen die Technik- und Militärmesse

22. April 2018

Proteste gegen die Militärmesse ITEC auf der Stuttgart Messe (15. – 17.5.)

In Stuttgart gibt es vielfältige Proteste gegen die Messe:

3.5. 19 Uhr im Globalen Klassenzimmer im Weltcafe

Erfahrungsbericht zum Kampf gegen die ITEC in Köln. Michael Schulze von der DFG-VK berichtet über die Auseinandersetzungen in Köln. Hier fand die Waffen und Technik Messe bis 2014 statt.

 

10.5.  Ab 12 Uhr Friedenskundgebung vor dem Africom, Plieninger Straße 269. Stuttgart Möhringen organisiert von der Gesellschaft Kultur des Friedens

 

12.5  ab 11 Uhr Antimilitaristischer Tag auf der Königstrasse

Infostände und Aktionen auf der Königstrasse

 

14.5 „Rücksichtslos in alle Welt“ Lesung mit Markus Bickel im Globalen Klassenzimmer im Weltcafe

15.5. bis 17.5. Mahnwache vor der Messe Beginn ist um 8 Uhr.

17.5. Abschlußkundgebung  um 18 Uhr vor dem Stuttgarter Rathaus.

 

 

 

Wir trauern um die Stuttgarter Antifaschistin Gretel Weber

12. April 2018

 Gretel Weber  12.7.1919 – 23.3.2018

Gretel Weber 1955, privat und VVN-Archiv

Gretel Weber wuchs in einer antifaschistischen Pflegefamilie in Botnang, einem kleinen Ort bei Stuttgart, auf. Durch die Familie kam sie sehr jung schon in Kontakt mit dem Kommunismus. Als Mädchen half sie bei Hausdurchsuchungen der Politischen Polizei Schriften der illegalen KPD aus dem Haus zu schmuggeln und zu verstecken. Ihr Stiefbruder Walter Häbich, Funktionär des Kommunistischen Jugendverbands Württemberg, wurde 1934 von den Nazis im KZ Dachau ermordet. Seine Beisetzung in Botnang wurde zu einer der größten antifaschistischen Demonstrationen während der Nazizeit in Stuttgart.

Nach der Befreiung vom Faschismus heiratete Gretel den Stuttgarter Widerstandskämpfer Karl Weber und wurde Mitglied der KPD. Ihr Engagement zeigte sich auch darin, dass sie die erste deutsche Delegierte beim Internationalen Frauentag in Paris wurde.
Ihr Mann ging nach dem Verbot der KPD 1956 in die Illegalität um die Parteiarbeit fortzuführen. Eine Erfahrung, die er bereits während des Faschismus gemacht hatte. Gretel blieb ihrem Mann und der KPD treu, organisierte heimliche Treffen und kassierte Beiträge ab. Während der ganzen Zeit der illegalen Arbeit für die KPD wurde Gretel Weber, wie viele andere auch, überwacht. Um ihren Mann nicht in Gefahr zu bringen verhielt sie sich nach außen hin unpolitisch. Gretel war mit ihren beiden Kindern in dieser Zeit völlig auf sich alleine gestellt.
Im Frühjahr 1966 versuchte der Staatsschutz mit der „Aktion Schneehase“ die Strukturen der illegalen KPD auszuheben und verstärkte deren Überwachung. In diesem Zusammenhang war Karl Weber vom 23. März bis zum 2. August in Untersuchungshaft auf dem Hohen Asperg. Für Gretel war es selbstverständlich ihren Mann dort zu besuchen, wie schon in den zwanziger Jahren ihren Stiefbruder Walter Häbich.
Mit der Gründung der DKP 1968 sah Gretel eine Möglichkeit wieder legal für ihre kommunistische Überzeugung einzustehen.
Nach der Öffnung der VVN für Nichtverfolgte und die Erweiterung um den BdA (Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) wurde sie aktives Mitglied der Organisation. Über Jahrzehnte war sie im Kreisvorstand der VVN-BdA aktiv; noch im hohen Alter leitete sie die Stuttgarter Seniorengruppe. Auch den Naturfreunden war sie über 5o Jahre verbunden.
Gretel Weber starb Ende März im Alter von fast 99 Jahren.

Am Gedenkstein für Lilo Herrmann an der Stuttgarter Universität, 1990. v.l.n.r. Maria Reif, Ilse Werner, [?], Gretel Weber, Rudolf Sperandio, Foto VVN-Archiv

Die Broschüre zum 100. Geburtstag von Hans Gasparitsch ist erschienen

15. März 2018

Die Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora / Freudeskreis e.V. hat zum 100. Geburtstag des Stuttgarter Antifaschisten Hans Gasparitsch eine Broschüre veröffentlicht. Auf 76 Seiten wird das Leben von Hans dargestellt. In einem Beitrag von  Janka Kluge geht es um das Leben von Hans in der VVN. Er gehörte 1947 zu den Gründern und Gründerinnen der VVN Württemberg in Stuttgart.

Broschüre zu dem Stuttgarter Widerstandskämpfer „Hans Gasparitsch“ ist erschienen

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