Demonstration zur Unterstützung von Flüchtlingen am 27.7. in Stuttgart

21. Juli 2015

Für Montag den 27.7. ruft der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg zu einer Kundgebung um 13 Uhr 30 auf dem Stuttgarter Schlossplatz auf. Hier der Aufruf:

 

Humanität muss weiter Vorrang haben Kundgebung zum Flüchtlingsgipfel der Landesregierung am 27. Juli 2015 13:30 Uhr, Schlossplatz Stuttgart Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und die mit ihm verbundenen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Menschen, Initiativen und Organisationen rufen dazu auf, am Tag des 2. Flüchtlingsgipfels der Landesregierung nach Stuttgart zu kommen und sich an der Kundgebung für eine an humanitären Kriterien orientierte Aufnahme von Asylsuchenden zu beteiligen.

  • Wir fordern die Landesregierung auf, auch bei den derzeit hohen Flüchtlingszahlen (weiterhin) für eine möglichst gute Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge zu sorgen und Maßnahmen für eine möglichst frühzeitige Integration zu ergreifen und zu fördern.
  • Wir wenden uns gegen die derzeit verschärfte Abschiebungspolitik. Vor allem für Roma aus den Balkanstaaten müssen Perspektiven für ein humanitäres Bleiberecht eröffnet werden.
  • Baden-Württemberg muss sich auch dafür stark machen, dass die Asylbehörden in sog. Dublin-Verfahren viel häufiger vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch machen, anstatt die Flüchtlinge in andere EU-Staaten abzuschieben!
  • Die Landesregierung lobt das vielfältige ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge. Beim Flüchtlingsgipfel haben die Ehrenamtlichen aber keinen Platz. Ehrenamtliche engagieren sich für Schutzsuchende, egal aus welchen Herkunftsstaaten sie kommen. Vielfach ersetzt ehrenamtliches Engagement die Unterstützung von Flüchtlingen, die staatlicherseits organisiert werden müsste. Ehrenamtliche bereiten für Flüchtlinge den Weg in unsere Gesellschaft. Ihre gelebte Willkommenskultur braucht aber auch eine Willkommensstruktur.
  • Eine Politik des Gehörtwerdens erfordert auch ein Gespräch mit den ehrenamtlich Engagierten. Auf einem „Ehrenamtlichen Flüchtlingsgipfel“ möchten Vertreter/innen von Freundeskreisen und Initiativen baldmöglichst mit Ministerpräsident Kretschmann ins Gespräch kommen, bei dem die ehrenamtlich Engagierten ihre Erfahrungen im Flüchtlingsunterstützungsalltag schildern und ihre Erwartungen und Forderungen an die Landesregierung darstellen können.

Bringen sie bitte Plakate und Transparente mit! Auch der Flüchtlingsrat bereitet welche vor. FLÜCHTLINGSRAT BADEN-WÜRTTEMBERG e.V. engagiert für eine menschliche Flüchtlingspolitik Geschäftsstelle Hauptstätter Straße 57, 70178 Stuttgart Tel.: 0711 – 55 32 83-4 — Fax.: 0711 – 55 32 83-5 E-Mail: info@fluechtlingsrat-bw.de Web: www.fluechtlingsrat-bw.de Aktuelle Projekte: „Netzwerk Bleiberecht Stuttgart-Tübingen-Pforzheim“ – Gefördert im Rahmen des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds. „Aktiv für Flüchtlinge“ – Beratung, Information, Vernetzung und Fortbildung der (ehrenamtlichen) Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg. Gefördert vom Land Baden-Württemberg. „Welcome“ – Willkommen in Baden-Württemberg. Gefördert im Rahmen des Asyl-Migration-Integration-Fonds der EU. Solidarität braucht Solidarität: Unterstützen Sie unsere politische und praktische Arbeit für Flüchtlinge durch eine Spende an: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V. , GLS Bank, BLZ 430 609 67, Kto. Nr. 70 07 11 89 01, IBAN: DE66 4306 0967 7007 1189 01, BIQ: GENODEM1GLS Der Inhalt dieser E-Mail ist vertraulich und ausschließlich für den bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der vorgesehene Adressat dieser E-Mail oder dessen Vertreter sein sollten, so beachten Sie bitte, dass jede Form der Kenntnisnahme, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts dieser E-Mail unzulässig ist. Wir bitten Sie, sich in diesem Fall mit dem Absender der E-Mail in Verbindung zu setzen.

Bürgerinitiative ruft zur Beobachtung des NSU-Untersuchungsauschusses auf

21. Januar 2015

Unter Beteiligung der VVN-BdA Kreisvereinigung Stuttgart hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die den NSU- Untersuchungsausschuss kritisch beobachten will:   Pressemitteilung 

Bürgerinitiative beobachtet NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg

Am Freitag, 23.1.2015 beginnt der NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg mit der ersten öffentlichen Sitzung im Stuttgarter Rathaus. Dazu hat sich vor kurzem eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger gebildet, die den NSU-Untersuchungsausschuss kritisch begleiten wird.

Wir begrüßen, dass der Untersuchungsausschuss endlich eingesetzt wurde,“ erklärt Eberhard Frasch. „Wir erwarten, dass er alle Möglichkeiten dieses ’schärfsten Instruments‘ der demokratischen Kontrolle zur Aufklärung nutzt. Trotz der vorherigen Ablehnung eines solchen Gremiums, erwarten wir eine parteiübergreifende Zusammenarbeit der Abgeordneten. Die Untersuchungsausschüsse im Bundestag und anderen Bundesländern haben gezeigt, dass dies für eine sachliche Aufklärung notwendig ist.“ 

Die Vorgeschichte des Gremiums war ein Hindernislauf: Die baden-württembergischen Sicherheitsbehörden haben die Arbeit des NSU-Bundestagsuntersuchungsausschuss behindert, indem sie Akten spät und stark geschwärzt übermittelt haben. Der Bericht des Innenministeriums über die „Bezüge der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) nach Baden-Württemberg“ vom Januar 2014 brachte keine neuen substantiellen Erkenntnisse und verzögerte dadurch weitere Aufklärung. Die vom Landtag eingesetzte Enquete-Kommission ist gescheitert, weil sie von vornherein nicht zur Aufklärung des Sachverhalts geeignet war.

Deshalb haben wir beschlossen, die Arbeit des Ausschusses intensiv zu beobachten,“ erklärt Janka Kluge. „Wir rufen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf, es uns gleichzutun und an den Sitzungen teilzunehmen. Nur durch eine kritische Öffentlichkeit können wir dafür sorgen, dass die 20 Fragen des Untersuchungsauftrags gründlich behandelt und erschöpfend beantwortet werden.“

Pressekontakt: Dominik Blacha, 0176-61 52 82 97, blacha@die-anstifter.de


Weitere Informationen über den Untersuchungsausschuss:

  • Öffentliche Sitzungen des NSU-Untersuchungsausschusses:

        Freitag, 23. Januar, 10 Uhr, Rathaus Stuttgart, Mittlerer Sitzungssaal, Raum 402 (4. OG):
        mit Heino Vahldieck von der Bund-Länder-Kommission Rechtsterrorismus (Tagesordnung)
        Montag, 26. Januar, 10 Uhr, Rathaus Stuttgart, Mittlerer Sitzungssaal, Raum 402 (4. OG):
        Berichte aus dem Bundestags- und dem Thüringer Untersuchungsausschuss


Bundessprecherkreis ruft auf demokratische Rechte zu verteidigen

12. Januar 2015

Der Bundessprecherkreis der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten erklärt: „Liberté – Égalité – Fraternité   Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit müssen als Maßstab für ein menschenwürdiges Leben gegen Salafisten, Antisemiten, Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen verteidigt werden. Die VVN-BdA spricht den Angehörigen der bei den Anschlägen in Paris Gemordeten ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.   Es ist bezeichnend, dass sich der menschenverachtende und demokratiefeindliche Terror gegen Linke und jüdische Einrichtungen richtet. Beides, Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit, teilen die Attentäter mit jenen, die ihre Taten zum Anlass nehmen, nach einem autoritären Staat zu rufen.   Dagegen stehen wir mit Millionen Menschen in Europa für die Verteidigung der Demokratie. Die Errungenschaften der Französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als Maßstab für eine Gesellschaft, die allen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, müssen gegen Salafisten, Antisemiten, Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen verteidigt werden.“

Pegida mobilisiert am 5.1.2015 zu einer Kundgebung nach Stuttgart

geschrieben von Janka Kluge

29. Dezember 2014

, , ,

Nach bisher nicht bestätigten Informationen mobilisieren Pegida Anhänger aus Baden-Württemberg für den 5.1.2015  nach Stuttgart. Sie wollen um 18 Uhr auf dem Schillerplatz demonstrieren. Für 17 Uhr ist auf dem Schloßplatz eine Gegenkundgebung angemeldet. Gebt den Termin weiter und kommt, damit den Rassisten auch in Stuttgart eine Abfuhr erteilt wird. Stuttgart bleibt bunt und tolerant. Facebookseite der Pegida Gegner_innen https://www.facebook.com/events/1386251631675276/?ref_newsfeed_story_type=regular

Schluss mit dem Krieg – Frieden für Palästinenser und Israelis!

26. Juli 2014

, ,

Presseerklärung des Bundessprecherkreises der VVN-BdA

Schluss mit dem Krieg – Frieden für Palästinenser und Israelis!

Die Waffen nieder! Verhandeln statt schießen!

Antisemitischer Hetze entgegentreten!

Wir können nicht akzeptieren, dass die berechtigte Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit antisemitischen Hetzparolen verbunden wird. Viele unserer Kamerad_innen sind Überlebende des Holocaust und erleben derartige Angriffe als persönliche Bedrohung. Wir versichern allen  Jüdinnen und Juden in Deutschland unsere uneingeschränkte Solidarität.

Die VVN-BdA verurteilt die erneute Eskalation der Gewalt im Nahen Osten. Einmal mehr wird jede Chance auf eine friedliche Lösung für die Menschen in Israel und Palästina der militärischen Logik geopfert.

Wir verurteilen die Politik der Regierung Netanjahu, in jeder Konfliktsituation sofort massive Militärgewalt anzuwenden. Durch Luftangriffe und Bodentruppen sind bereits hunderte Zivilisten bei israelischen Angriffen auf Gaza gestorben. Das Ergebnis ist erneut eine humanitäre Katastrophe, die die einfache Bevölkerung trifft.

Gleichermaßen verurteilen wir, dass die Hamas mit ihrem ständigen Beschuss israelischer Siedlungen aus dicht bewohntem Gebiet Bewohner Israels bedroht und die eigene Bevölkerung zur Zielscheibe macht. Wir haben kein Verständnis für die Zurückweisung der Feuerpause.

Wir haben in unserer Organisation niemals Zweifel am Existenzrecht des Staates Israel gelassen.   Gleichzeitig stehen wir – gemäß der UNO – Resolutionen – zur Forderung der Räumung der besetzten Gebiete und zum Recht des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat. Beides setzt aber Verhandlungen und Friedenswillen voraus, nicht Krieg. Beide Seiten müssen sich aufeinander zu bewegen. Der fortgesetzte Bau israelischer Siedlungen in den besetzten Gebieten ist eine dauernde Anheizung des Konfliktes.

Die VVN-BdA unterstützt demgegenüber die Friedenskräfte in der Region, wie z.B. Gush Shalom, die mit einem Friedensbus von Jerusalem nach Gaza gefahren sind, von dem aus sie Botschaften des Friedens und der Verständigung senden.

Mit ihnen gemeinsam fordern wir einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktivitäten.

Dies betrifft das Bombardement und die Bodenangriffe der israelischen Truppen in Gaza ebenso wie die Raketenangriffe der Hamas auf israelische Siedlungen.

Wir trauern um die Opfer dieses Krieges. Wir erwarten, dass die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft sich endlich energisch dafür einsetzen, dass Verhandlungen über einen Friedensprozess in Gang kommen, wie sie von arabischen Staaten mehrfach versucht wurden – und zwar unter Einschluss der Hamas. Von der Hamas erwarten wir endlich die eindeutige Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel.

Wir werden auch weiterhin jeder Art von Rassismus und Antisemitismus energisch entgegentreten.

http://www.vvn-bda.de/schluss-mit-dem-krieg-frieden-fur-palastinenser-und-israelis/

VVN demonstrierte gegen einen Naziaufmarsch in Riga

18. März 2014

Liebe Freundinnen und Freunde,

unsere Protestgruppe ist wohlbehalten aus Riga heimgekehrt. Es war ein
außerordentlich anstrengendes und erfolgreiches Wochenende für die
VVN-BdA und die FIR. Durch die Internationalisierung des Protestes
konnte ein faschistischer lettischer Minister zu Fall gebracht werden.

Für die politische Auswertung beachtet bitte die anhängenden
Medienhinweise. Es hat sich herausgestellt, dass wir nicht die einzigen
Deutschen vor Ort waren. Der Bericht auf einer deutschen Nazi-Seite
spricht auf seine Art Bände:
http://altermedia-deutschland.info/content.php/6495-Dortmunder-Delegation-beim-Veteranenmarsch-in-Riga?s=0d6ad904a243783a3703f6b73c74d855

Unser Erfolg war nur dadurch möglich, dass viele an dem Projekt
mitgearbeitet haben.
Wir möchten uns deshalb bei allen bedanken, die bei der Vorbereitung
mitwirkten; die mit Geld geholfen haben; die Hinweise und Tipps gaben;
uns mit ihrer Solidarität über Wasser hielten; die von zuhause aus
Presse- und Medienkontakte bedienten und die bei deutschen und
lettischen Behörden intervenierten während wir festsaßen; die uns über
die weite Strecke kutschierten.
Ein besonderer Dank geht an unsere lettischen Freundinnen und Freunde,
die unter schwierigsten Umständen die rechtlichen und organisatorischen
Grundlagen für unsere Aktion schufen und mit denen wir vor Ort intensiv
zusammenarbeiteten.
Und der allergrößte Dank geht an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
unserer Protestgruppe, die die Polizeischikanen und nationalistischen
Provokationen gemeistert haben; die in Deutsch, Englisch und Russisch
das Medieninteresse bedienten; die große Fotostrecken erzeugten und
Texte schrieben und die nicht zuletzt dem eisigen Schneesturm standhielten.
Größte Ausdauer, Entschlossenheit, Kreativität und vor allem Solidarität
zeichneten unsere Gruppe aus. So kann es weitergehen.

Herzliche Grüße
Markus Tervooren
Thomas Willms


Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V.
Bundesvereinigung
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Tel.: +49 (0)30-29784174, Fax: +49 (0)-29784179
E-Mail: bundesbuero@vvn-bda.de
www.vvn-bda.de

JN Aufmarsch am 8.3. in Heilbronn verhindern

geschrieben von DGB Stadt- und Kreisverband Heilbronn

6. März 2014

,

Für den 8.3. plant die JN einen Aufmarsch in Heilbronn. Laut SWR wollen sie sich um 11 Uhr am Berliner Platz treffen.

Kundgebung für Vielfalt!

5. März 2014

Unsere Welt ist bunt und vielfältig – das wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Heilbronn zeigen. Wir wollen die NPD und ihre Jugendorganisation die JN, sowie andere „nationale Kameradschaften“ mit ihren menschenfeindli-chen Parolen nicht!
Weder in dieser Stadt noch anderswo sollen rechtsradikale und faschistische Parteien und Organisationen ihr menschenverach-tendes Gedankengut verbreiten!
Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen!
Wir leben in einer bunten und vielfältigen Stadt – mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen, mit unterschiedli-chen Lebensplänen und Kulturen und wollen, dass dies so bleibt: Ein friedliches, buntes Miteinander in gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Wertschätzung ist unser Ziel!
Alle, die diese Vorstellung mit uns teilen kommen
am 08.März
um 11:00 Uhr
zu unserer Kundgebung
zur Sülmerstraße in Heilbronn (beim K3)
Kommt zahlreich – bringt viele Freunde und Bekannte mit…
denn wir wollen ein gut sichtbares Zeichen setzen.
Es beteiligen sich:
Wolfgang Beigel (Schauspieler), Hans-Jörg Eiding (Pfr. Kilians-kirche), Marianne Kugler-Wendt (ver.di), Bernhard Löffler (DGB Nordwürttemberg), Silke Ortwein (Bündnis „Heilbronn sagt Nein“)
Veranstalter:
DGB Stadt- und Kreisverband Heilbronn
v..i.S.d.P. Silke Ortwein, DGB Kreisverband Heilbronn, Gartenstraße 64, 74072 Heilbronn

VVN startet Kampagne zu einem NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag

geschrieben von VVN Baden-Württemberg

5. Februar 2014

,

Polizistinnenmord von Heilbronn:

Prominente fordern Untersuchungsausschuss zu NSU und Umfeld

Die sofortige Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur Klärung der Ermittlungspannen und Ungereimtheiten bei der Aufklärung des Mordes an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn, fordern fünfzig Persönlichkeiten des politischen Lebens in Baden-Württemberg. Als ErstunterzeichnerInnen, rufen sie zu einer Unterschriftensammlung auf, die dieser Forderung Nachdruck verleihen soll.

Die Unterzeichner betrachten die Aufklärung des Mordanschlages vom 25. April 2007 auf der Heilbronner Theresienwiese als eine Schlüsselfrage für den gesamten Komplex des neofaschistischen Terrortrios „NSU“ und des Rechtsterrorismus überhaupt. Zu deutlich weiche dieses Verbrechen von dem Tatmuster der sonstigen „NSU“ Morde ab. Auffällig sei auch, dass die gesamte Tatserie nach der Heilbronner Bluttat abgerissen sei.

Im Mittelpunkt der Fragen, die von einem Untersuchungsausschuss beantwortet werden sollen, steht die Frage, warum die Ermittlungsbehörden nie mit Nachdruck den Phantombildern nachgegangen sind, die unmittelbar nach der Tat von Zeugen des Hergangs angefertigt wurden. Diese Bilder weisen auf mehr als zwei Täter hin und keines von ihnen gleicht den als Schuldigen ermittelten Naziterroristen Mundlos und Böhnhardt.

Auch die Frage nach der Verwicklung von Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden in den Rechtsterrorismus bedarf nach Ansicht der Unterzeichner dringend der Aufklärung. „Warum hielten sich am Mordtag mindestens fünf Geheimdienstmitarbeiter in der Nähe des Tatortes auf?“, wird im Text zur Unterschriftensammlung gefragt.

Ein besonders diffuses Licht auf diesen Fall, werfe auch der Tod eines Neonaziaussteigers, der im September 2013 verbrannt in seinem Fahrzeug auf dem Cannstatter Wasen aufgefunden wurde. Nach der Darstellung der Ermittlungsbehörden handelte es sich um einen Selbstmord, obwohl eine Reihe von Indizien dagegen sprechen. Er war an diesem Tag nach Stuttgart gefahren, um beim Landeskriminalamt Aussagen zum Heilbronner Mordfall zu machen. Zuvor schon hatte er von einer weiteren Naziterrorgruppe berichtet, die für den Heilbronner Mordfall verantwortlich sei.

Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf, die Wahrheit über diese Ungereimtheiten zu erfahren, erklären die Unterzeichner.

Dazu sei ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, wie ihn bereits andere Bundesländer eingerichtet haben, unerlässlich.

Im Text wird darauf hingewiesen, dass auch viele politische Organisationen bereits einen solchen Ausschuss bisher gefordert haben: Der DGB Nord-Württemberg, die Partei Die Linke, die Jungsozialisten und viele andere gehören dazu.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen hat nun schließlich die traditionsreiche von Naziopfern gegründete Organisation Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten, diese gemeinsame Kampagne angeregt.

Zu den Unterzeichnern zählen zahlreiche Gewerkschaftsfunktionäre, VertreterInnen von politisch engagierten Verbänden, Mandatsträger und Mitglieder der Parteien Die Linke und der Regierungsparteien Die Grünen und der SPD, Journalisten, Historiker und Juristen.

„Wir hoffen sehr, dass diese Kampagne dazu beiträgt, nun endlich die Blockade aufzuheben, die es derzeit im Landtag gegen einen solchen unabdingbar notwendigen Untersuchungsausschuss gibt“, fasst Janka Kluge, Landessprecherin der VVN-BdA das Anliegen dieser Aktion zusammen.

Die Petition kann unterzeichnet werden unter

https://www.openpetition.de/petition/online/nsu-untersuchungsausschuss-jetzt

Weitere Infos gibt es auf der eigens dazu eingerichteten Internetseite (https://untersuchungsausschussjetzt.vvn-bda.de/) oder auch bei facebook (https://www.facebook.com/pages/Untersuchungsausschuss-Jetzt/336435473161825)

oder Twitter (https://twitter.com/NSU_UA_Jetzt)

Stuttgart. 30.1.2014

Dieter Lachenmayer

VVN – Bund der Antifaschisten

Landesvereinigung Baden-Württemberg e.V.

Böblinger Str. 195

70199 Stuttgart

tel 0711 603237 fax 0711 600718

Kundgebung gegen rassistische Hetze in Stuttgart-Feuerbach

7. Januar 2014

, ,

Die VVN Kreisvereinigung Stuttgart ruft zu einer Kundgebung am 11.1.  gegen rassistische Hetze in Stuttgart auf. Sie  findet um 13 Uhr auf dem Wilhelm-Geiger Platz in Stuttgart -Feuerbach statt. Neben anderen wird Janka Kluge eine Rede halte

Kundgebung gegen rassistische Hetze in Stuttgart-Feuerbach weiterlesen »

Erklärung zu den Vorfällen beim antifaschistischen Protest in Göppingen

29. Oktober 2013

, ,

Stuttgart/Göppingen: Unter dem Titel „Antifaschistischer Widerstand ist
notwendig!“ haben über 40 Initiativen und Organisationen eine gemeinsame
Erklärung veröffentlicht. Inhaltlich sprechen sie sich gegen die
Polizeikessel und Ingewahrsamnahmen am 12. Oktober in Göppingen aus.
Medien berichteten von bis zu 500 festgenommenen Antifaschistinnen und
Antifaschisten die gegen einen Naziaufmarsch demonstrierten. In der
Erklärung heißt es hierzu: „Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass
AntifaschistInnen festgesetzt, eingeschüchtert und kriminalisiert werden!“

Erklärung zu den Vorfällen beim antifaschistischen Protest in Göppingen weiterlesen »

Ältere Nachrichten · Neuere Nachrichten